Die Duftpyramide: Kopfnote, Herznote und Basisnote

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Auf der Suche nach Ihrem Duft sind Sie mit Sicherheit bereits auf jede Menge verschiedene Begriffe gestolpert. Aber was bedeuten diese Begriffe eigentlich? Der Aufbau eines Parfums setzt sich aus hunderten kleinen Teilen und Inhaltsstoffen zusammen, die von professionellen Parfümeuren in verschiedenste Teile des Parfums eingegliedert werden können. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, warum Parfums und Ihre Wahrnehmung sich über die Zeit verändern und was die Duftpyramide mit Ihrer Kopfnote, Herznote und Basisnote bedeuten.

Die Duftpyramide: Was bedeutet das Zusammenspiel aus Kopfnote, Herznote und Basisnote?

Die Duftpyramide besteht aus drei verschiedenen Stufen, welche die Duftnoten-Zusammensetzung von Parfums repräsentieren. Diese etwas vereinfachten Stufen zeigen die Duftnoten mit ihrer Intensität und Haltbarkeit und werden in die Kopfnote, Herznote und Basisnote eingeordnet. Eben diese Stufen zeigen uns auch im Detail die Phasen eines Parfums an. 

Ist Ihnen bereits aufgefallen, dass sich Ihr Duft nach dem Auftragen verändert und die Noten sich weiter entfalten? In diesem Falle erleben Sie die verschiedenen Phasen der Duftpyramide Ihres Parfums. Die Arbeit der Parfümeure besteht dabei darin, auf künstlerische Art und Weise ein einzigartiges Zusammenspiel an Nischendüften zu kreieren. Die Komposition verschiedenster Inhaltsstoffe mit einer jeweils unterschiedlichen molekularen Zusammensetzung schafft dabei einen unverwechselbaren Duft, der durch die Kopfnote, Herznote und Basisnote führt.

Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass nicht jeder Duft eine Duftpyramide besitzt. Manche Eau de Parfums oder Eau de Toilettes haben eine lineare Struktur und bestehen somit nur aus einer „Stufe“.

 

 duftpyramide

 

Parfums und ihre Duftpyramide: Was versteht man unter der Kopfnote, Herznote und Basisnote?

Auch wenn Ihnen das Konzept der Duftpyramide bekannt ist, haben Sie sich vielleicht schon einmal gefragt, worum genau es sich bei den unterschiedlichen Stufen handelt und was sie für Ihr Parfüm bedeuten. Aus diesem Grund beantworten wir Ihnen die Frage: Wie unterscheiden sich die Kopfnote, Herznote und Basisnote und wann können diese Komponenten der Duftpyramide am besten wahrgenommen werden? 

Die Kopfnote: Der Erste Eindruck zählt

Die Kopfnote ist direkt nach dem Auftragen oder Aufsprühen wahrnehmbar und kreiert den Auftakt Ihres Parfums. Dementsprechend befindet sich die Kopfnote in der Duftpyramide auch im obersten Teil und symbolisiert die Spitze der Pyramide. Damit ist die Kopfnote der erste Eindruck und die Vorstellung des Duftes und geleitet Sie in die nächsten Duftphasen Ihres Parfums. 

Oft werden in der Kopfnote frische, leichte, grüne und spritzige Noten wahrgenommen, da diese aufgrund von kleineren Molekülen schneller verfliegen und verdunsten, jedoch dazu beitragen, dem Parfum Leben einzuhauchen. Diese Duftphase ist am kürzesten wahrnehmbar und hat in der Regel eine Dauer von 5 -15 Minuten. Mit Ihren Kompositionen und der Vorstellung Ihres Parfums schaffen Parfümeure über die Kopfnoten einen eindrucksvollen Übergang in die zweite Duftphase.

Die Herznote: Charakter und Seele des Parfums

Die zweite Phase der Duftpyramide, also den Mittelteil und das Herz des Parfums, bildet die Herznote. Diese entfaltet sich, sobald die Kopfnote des Parfums verfliegt und gilt als der Duftkörper. Er stellt einen besonders großen Teil unserer Wahrnehmung des Parfums dar. Die Herznote ist wesentlich länger wahrnehmbar als die Kopfnote und kreiert das harmonische Zusammenspiel zwischen allen Teilen der Duftpyramide. In der Herznote werden intensivere Duftstoffe und Noten verwendet. Eben diese Noten, die dem Herzen des Parfums entstammen, sind durchschnittlich 20 – 60 Minuten lang wahrnehmbar. Dementsprechend sind die Herznoten ebenso wie die Kopfnoten nur vorübergehend erkennbar und verblassen nach einiger Zeit.

Die Basisnote: die Grundsäule des Parfums

Sobald die Kopfnoten und Herznoten eines Parfums verblassen, treten die Duftnoten der dritten Phase Ihres Parfums in den Vordergrund. Diese Duftnoten bilden die Basisnote und damit die Säulen, die das Parfum und die gesamte Duftkomposition tragen. Die intensiven, langanhaltenden und sich allmählich entfaltenden Akkorde der Basisnote bilden das Grundfundament eines Parfums und kreieren die abschließende Duftphase.

Die dritte und letzte Phase der Duftpyramide hat im Vergleich zur Kopfnote und Herznote die längste Haltbarkeit und kann bis zu 24 Stunden wahrnehmbar sein. Diese Basisnoten tragen und umarmen die Kopf- und Herznoten und vollenden die Komposition eines Parfümeurs.

Die in der Basisnote angesiedelten Duftstoffe und Noten sind sehr intensiv und haben eine lange Haltbarkeit. Meist werden hier beliebte holzige und würzige Aromen wie Moschus, Amber oder auch Vanille verwendet.

 

Was sollte man beim Testen von Düften aufgrund der Kopfnote, Herznote und Basisnote beachten?

Zuerst sollten Sie vom ersten Sprühen des Duftes nicht umgehend voreilige Schlüsse ziehen. Geben Sie einem Duft Zeit, um sich zu entfalten und zu entwickeln. Wenn Sie die Phasen eines Dufts testen möchten, sollten Sie diesen über mehrere Stunden mehrfach riechen und ganz nach Ihrer persönlichen Präferenz bewerten. In diesem Falle können Sie die Gesamtheit des Duftes und die Wahrnehmung aller Phasen der Duftpyramide für sich bewerten, anstatt sich allein auf die Wirkung und Wahrnehmung der Kopfnoten zu konzentrieren. 

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