Marina Holthaus

DRIVING HOME FOR CHRISTMAS

DRIVING HOME FOR CHRISTMAS

Bunte Lichterketten, der Duft nach gebratenen Mandeln, Werbeplakate mit kuscheligen Pullovern umgeben mich, während ich alle Hände voll damit zu tun habe, die letzten Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Jedes Jahr aufs Neue zerbreche ich mir den Kopf, wie ich meinen Lieben mit einem möglichst persönlichen Geschenk eine Freude machen kann. Und so befinde ich mich nun in Staus vor Ampeln, stehe an Kassen Schlange und kämpfe mich mit gefühlt Tausenden von Tüten durch die festlich geschmückten Gassen. So sehr ich mich immer wieder freue, zu Weihnachten nach Hause zu fahren, so sehr stresst die Zeit davor. Den Termin beim Friseur versuche ich erst gar nicht mehr, in meine To-Do-Liste einzuarbeiten.

Zu Hause angekommen wartet eine mir lieb gewordene Tradition auf mich. Zu jedem Weihnachtsfest bringe ich meine Spezialität mit: Vanillekipferl. Doch auf dieses Fest freue ich mich besonders. Denn meine in Australien lebende Schwester ist jedes zweite Weihnachten bei uns. Dieses Jahr ist es wieder so weit. Während ich mich morgen für 400 km in den Zug setze, muss sie über 15.000 km anreisen. Meine Vorfreude steigt minütlich, sie morgen endlich wiederzusehen. Uns beide verbindet viel – zu Weihnachten aber vor allem die Liebe zu dem warmen Duft von Vanille.

Also wandern meine Augen über die Tüten mit Geschenken, Papier, Schleifen und Karten. Irgendwo müssen sich die Zutaten versteckt haben. Eine Vanilleschote, Vanillezucker, Butter, Mehl, Puderzucker und Mandeln. Ich nehme immer ganze Mandeln und drehe sie durch die Mühle. Meine Handgriffe sind routiniert, schnell ist der Teig fertig und ruht für einen Moment im Kühlschrank. Jetzt kommt mein Lieblingspart: Der Kipferlteig wird zu einer dicken Rolle geformt und in kleine Scheiben geschnitten. Die daraus geformten Kekse lege ich auf das Blech. Meine ersten Versuche vor Jahren waren eine Katastrophe. Heute klappt alles wie aus dem Lehrbuch.

Während das Gebäck in den Ofen wandert, nehme ich am Küchenfenster Platz. Ganz langsam fallen erste Schneeflocken herunter. Am Anfang kann ich sie noch zählen. Jedes Jahr aufs Neue verzaubert mich der Augenblick des ersten Schnees. Die Winterluft riecht frisch, klar und etwas metallisch. Nicht nur die Straße auch mein geschmücktes Fensterbrett sieht aus, als hätte sich eine weiße Decke darübergelegt.

Genüsslich nasche ich von den dampfenden Plätzchen, bevor ich sie auskühlen lasse und sorgfältig in die traditionelle Keksdose lege. Nun geht es ans Verpacken. Schließlich muss ich morgen ganz früh den Zug in die Heimat nehmen. Also breite ich alle Geschenke auf dem Boden aus. Papier, Band, Klebefilm und Schere lege ich auch bereit.

Ein Geschenk für Mama, für Papa, für meinen Bruder Sebastian und seine Frau Laura.
Ein Geschenk für Tante Brigitte und zum Schluss für meine liebe Schwester Annika. Sie bekommt etwas Besonderes. Damit sie das ganze Jahr über das warme Gefühl von Weihnachten, Familie und Zusammensein bei sich tragen kann, habe ich ein Parfum gefunden: VANILLA VIBES.

Als Erinnerung habe ich ihr eine Gravur machen lassen: „15.000 km weit weg und doch so nah…“

Der leichte würzige Geruch von Vanille mit einer feinen Note von Bergamotte und Lavendel soll sie umarmen und ihr das Gefühl geben, das ganze Jahr über bei uns zu sein.

Es schneit weiter und die Stadt wird leise. Wie eine Schlafdecke liegt die weiße Pracht über den Straßen und dämpft die grellen Geräusche der Stadt ab, bevor es morgen heißt: DRIVING HOME FOR CHRISTMAS.

Vanila Vibes: Das schwarze Gold
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